sjso sjso
Bezirk Schwaben

Dirigentin

Carolin Nordmeyer wurde 1975 in Freiburg i. Brsg. geboren. Sozusagen „unter dem Flügel“ aufgewachsen, wurden neben Klavier, Geige und Bratsche und dem Herzensinstrument Horn bald auch Partituren und der Blick fürs große Ganze interessant. Schon zu Schulzeiten dirigierte Carolin Nordmeyer kleinere Ensembles, organisierte Projekte und Aufführungen in unterschiedlichen Besetzungen.

Nach dem Abitur begann sie zunächst in Detmold Horn zu studieren, bald kam dann das Dirigierstudium mit Hauptfach Klavier dazu, wobei der Schwerpunkt sich deutlich in Richtung des Dirigierens verlagerte. Ein Studienjahr als Stipendiatin am Conservatoire National de Musique in Paris gab ihr wichtige Impulse von unterschiedlichen Dirigenten.

Bereits während des Studiums erhielt Carolin Nordmeyer eine Stelle als Kapellmeisterin und Korrepetitorin am Theater Bielefeld. Hier baute sie ein breites Repertoire auf und dirigierte neben eigenen Opernproduktionen wie Glucks „Orfeo ed Euridice“ oder Scarlattis „Griselda“ u. a. Aufführungen von Verdis „Un ballo in maschera“, Rossinis „Il viaggio a Reims“, Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“, Webers „Freischütz“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ oder Lehárs „Lustige Witwe“. Außerdem gestaltete und leitete sie regelmäßig Jugend- und Familienkonzerte.

Von 2009 bis 2017 war Carolin Nordmeyer am Theater Augsburg als Zweite Kapellmeisterin und Assistentin des GMD engagiert. Hier leitete Carolin Nordmeyer u. a. die Premieren von Verdis „La Traviata“, Mozarts „La Finta giardiniera“, Chabriers „L´Etoile“ und der Ballettproduktionen „Romeo und Julia“ und „Cinderella“, das „Silvester- und Neujahrskonzert 2011/2012“, sowie verschiedene Jugend- und Familienkonzerte. Ihr dirigentisches Repertoire erweiterte sie durch zahlreiche Wiederaufnahmen und Nachdirigate, u.a. von Bergs „Lulu“, Verdis „Aida“ und „Il Trovatore“, Wagners „Der fliegende Holländer“ und Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und der „Zauberflöte“.

Im November 2006 wurde Carolin Nordmeyer als Stipendiatin in das Stipendienprogramm „Akademie Musiktheater heute“ der Deutschen Bank aufgenommen.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit gilt Carolin Nordmeyers große Leidenschaft der Musikvermittlung und der musikalischen Arbeit mit Amateuren und Jugendlichen. Seit 2013 ist sie als künstlerische Leiterin des Akademischen Sinfonieorchesters München engagiert. Als Dirigentin leitete sie Arbeitsphasen und Aufführungen mit dem Landesjugendorchester Saar, mit der Jungen Orchesterakademie der Moselfestwochen, mit der Rheinischen Orchesterakademie Mainz, mit dem Märkischen Jugendsinfonieorchester, dessen künstlerische Leiterin sie von 2004 bis 2011 war, und mit dem von ihr 2003 gegründeten Freien Sinfonie Orchester Bielefeld.

2018 übernahm sie die musikalische Leitung des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters.

Ehemaliger Dirigent

Allan Bergius, in München geboren, wuchs in einer Musikerfamilie auf. Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Cellounterricht. Während der nächsten sieben Jahre machte er prägende musikalische Erfahrungen als Knabensopran-Solist im Tölzer Knabenchor. Er sang zahlreiche Sopranpartien unter Dirigenten wie Karajan, Sawallisch, Levine und Harnoncourt. Höhepunkt war für ihn eine Konzertreise als Solist in Mahlers 4. Sinfonie mit Leonard Bernstein und den Wiener Philharmonikern bei Auftritten u. a. in der Mailänder Scala und der Carnegie Hall, New York.

Parallel zum Cellounterricht gründete er mit 13 Jahren das Jugend-Kammerorchester CamerataJuvenalis, das er über neun Jahre leitete. Mit 17 erreichte er den 1. Platz beim Internationalen Masterplayers Competition for Conductors in Lugano. Es folgten ein Stipendium des Richard Wagner Verbandes München sowie die Aufnahme in das Dirigentenforum des Deutschen Musikrates, bei dem er zahlreiche Kurse mit namhaften Dirigenten belegte.

Seine musikalische Ausbildung setzte Allan Bergius mit einem Violoncello-Studium fort, zuerst bei Jan Polasek in  München und anschließend bei Frans Helmerson in Köln, wo er seine Reifeprüfung und das Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss. 1992 gewann er den 1. Preis beim Deutschen Konservatoriums-Wettbewerb. Ab 1998 folgte ein Dirigierstudium bei Prof. Michael Luig an der Musikhochschule Köln.

Nach einer Spielzeit als Solocellist an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf wurde er 2001 vom Theater Krefeld-Mönchengladbach als Kapellmeister engagiert. Für seine Arbeit dort erhielt er 2004 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte Dirigieren. Zu seinen wichtigsten Dirigaten zählen Don Giovanni, Eugen Onegin, Macbeth, Hänsel und Gretel, Carmen, Die Zauberflöte und Tannhäuser. Verpflichtungen als Gastdirigent führten Allan Bergius u. a. zum Orchestre Symphonique Bienne, den Münchner Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Regensburg und der Bayerischen Kammerphilharmonie. Seit März 2007 ist er stellvertretender Solocellist an der Bayerischen Staatsoper München sowie musikalischer Leiter von ATTACCA, dem Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters.

Er war von 2012 bis 2018 musikalischer Leiter des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters.

Ehrendirigent

Der aus Freiburg stammende Dirigent Christian Pyhrr studierte an der Universität seiner Heimatstadt und an der Musikhochschule in München; nach dem künstlerischen Diplom im Hauptfach Dirigieren folgten Theaterengagements u. a. nach Bielefeld, Flensburg und Regensburg, wo er 19 Jahre als stellvertretender Generalmusikdirektor wirkte. Im Herbst 1992 wurde er nach Augsburg als Direktor des Leopold-Mozart-Konservatoriums berufen, welches unter seiner Leitung im Jahre 1999 zur Hochschule für Musik aufgestuft wurde. Von 1994 bis 2012 war er ständiger Dirigent des sjso. Unter seinem Dirigat wurden mehrere Kompositionsaufträge an junge deutsche Komponisten vergeben; im Jubiläumsjahr 2009 wurde die Komposition von Benjamin Scheuer haydn/dionysos/gepiegelt uraufgeführt.

Ehemaliger Dirigent

Richard Maier, Dirigent und Leiter des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters bis 1994, studierte an der Hochschule für Musik und Universität München. In den ersten Nachkriegsjahren war er Mitglied des Philharmonischen Orchesters Augsburg. 1959 gründete er die Ottobeurer Musikwochen "Jugend musiziert", aus der das Schwäbische Jugendsinfonieorchester hervorging. Mehrere Jahre konzertierte er als Geiger mit dem "Kreis für Alte Musik Augsburg". Sechs Jahre leitete er den Augsburger Schlesierchor, mit dem er u.a. die Oratorien "Elias" von Mendelssohn, "Messias" und "Judas Maccabäus" von Händel aufführte. Mit dem von ihm gegründeten Kammerorchester "Capella Mozartiana" veranstaltete er von 1967 bis 1974 eine Reihe von Konzerten, u.a. bei Deutschen Mozartfesten. Er war als Studiendirektor für Musik am Holbeingymnasium tätig.
Für seinen Einsatz für das Musikleben und für kulturelle Belange erhielt er 1986 das Bundesverdienstkreuz und 1993 vom Bezirk Schwaben für seine Verdienste um das Gemeinwohl in Schwaben die "Sieben-Schwaben-Medaille".